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Batschari Werbepappe aus der Zeit um 1925

Batschari Werbepappe aus der Zeit um 1925

Reklameflohmarkt

Das Orange ist sehr, sehr farbintensiv und kräftig. Hier auf dem Foto wirkt es eher verblichen. Dies liegt auch an der Beschichtung dieses Exponats. Die Reflektionen verhindern eine farbgetreue Darstellung. Hintergrund ist tief schwarz. Nur sehr wenige Beschädigungen. Ca. 20 x 30 cm.

Zustand: 1-

60,00
Bautz Traktoren Emailschild (50er Jahre) von Robert Dold

Bautz Traktoren Emailschild (50er Jahre) von Robert Dold

Emailschilder (Originale)

Hochglänzendes und sehr farbfrisches Schild zum Thema Traktoren. Die Haube hier ziemlich grafisch in Szene gesetzt. An der oberen und seitlichen Abkantung je eine ziemlich winzige Beschädigung. Ca. 38 x 58 cm. Sehr selten mal am Sammlermarkt zu finden.

Zustand: 1/1+

800,00
Berufsbekleidungsfabrik Fritz Ulrich Altona-Elbe - Werbetuch in der Größe von 62 x 67 cm.

Berufsbekleidungsfabrik Fritz Ulrich Altona-Elbe - Werbetuch in der Größe von 62 x 67 cm.

diverse alte Reklame (Originale)

Sehr dekoratives Tuch mit der Dartstellung unterschiedlichster Zunftgesellen. Ungereinigt. Hier und da leicht fleckig. Der kleine Bruder des Charlottenburgers, bzw der kleine Bruder des Stofftaschentuchs. (Wohl um 1920)

Zustand: 1-

120,00
Continental Absätze - Enorm haltbar (Um 1920) ca. 74 x 51 cm

Continental Absätze - Enorm haltbar (Um 1920) ca. 74 x 51 cm

Blechschilder (Originale)

Imposantes Blechschild, welches von der Firma Felix Krokert in der Zeit um 1920 gefertigt wurde. Geprägt, gewölbt mit gebördelten Rand. Sechs Löcher zur reinen Befestigung. An zwei weiteren Löchern an der Unterkante wurden wohl direkt oder indirekt Absätze zum Verkauf angebracht. Schild hat herrlich intensive Farben. Hier und da mal Kratzer und leichte Mängel an den Rändern. Dennoch überdurchschnittlich gut erhalten! XL

Zustand: 1-2/2+

490,00
Deutsch - Italienische - Weinimport - Gesellschaft (Daube, Donner, Keinen & Co.) Blechschild um 1900

Deutsch - Italienische - Weinimport - Gesellschaft (Daube, Donner, Keinen & Co.) Blechschild um 1900

Blechschilder (Originale)

Flaches Blechschild, welches extrem selten sein sollte. Uns ist zumindest kein weiteres Exemplar bekannt. Produziert wurde es für die oben genannte Weinimportgesellschaft, die ihren Firmensitz in Frankfurt hatte. Hergestellt von der Firma Carl Martin Schäfer, die sich ebenfalls in Frankfurt befand. Ca. 52,5 x 36 cm. Sehr intensive Farben. Nur wenige leichte Mängel hier und da!

Zustand: 1-2/2++

485,00
Exelsior Emaille Lackbronze Originalverpackung (Um 1910)

Exelsior Emaille Lackbronze Originalverpackung (Um 1910)

Reklameflohmarkt
Tolle Verpackung mit normalen, leichten Gebrauchsspuren. Enthält unter anderem ein leeres Glasfläschchen. Verpackung hat ca. die Größe einer Zigarettenschachtel.
50,00
Feldmochinger Kälbernährmehl (Um 1930)

Feldmochinger Kälbernährmehl (Um 1930)

Blechschilder (Originale)

Herrliches bäuerliches Motiv zum Thema Viehfutter. Das flache Schild ist im Motiv geprägt und signiert mit: EDU STEINER MCHN -> MÜNCHEN. Das direkte Pendant dazu ist ein Motiv mit einer Bäuerin und dem Thema Hühnerfutter. Dieses ist leider momentan über uns nicht verfügbar. Ecke unten rechts mit deutlichen Spuren. Unten links deutlich weniger dieser. Außer zweier Kratzer ansonsten wir aus dem Werk. Schild ist  ca. 60 x 40,5 cm gross und im Zustand 2+

Position 30  aus unserem Buch " Blech is beautiful "

Zustand: 2+

350,00
Halpaus Cigarette RARITÄT - Blechschild mit vier eingesetzten „Glasaugen“ (Um 1920)

Halpaus Cigarette RARITÄT - Blechschild mit vier eingesetzten „Glasaugen“ (Um 1920)

Blechschilder (Originale)

Ein skandinavisches Emailschild mit integrierten „Glasaugen" ist uns schon länger bekannt. Von einem Blechschild in dieser Machart haben wir erst kürzlich erfahren. Ob die Firma Halpaus damals schon wußte welch genialen Namen sie einer ihrer Sorten gegeben hat? Das Wort Rarität heute auf einem extrem selten Schild zu lesen, ist einfach nur genial und dauerhaft faszinierend. Schild ist geprägt und gebördelt. Es wurde hergestellt bei Anton Reiche in Dresden. Ca. 44 x 37,5 cm. Nur sehr wenige, leichte Gebrauchsspuren. Top in Glanz und Farbe.

Zustand: 1-/1-2

660,00
Odol Zahnpasta Emailschild (Abgekantet!) - Ca. 47 x 64 cm

Odol Zahnpasta Emailschild (Abgekantet!) - Ca. 47 x 64 cm

Emailschilder (Originale)

Gutes Emailschild der berühmten Marke Odol. Schöner Glanz. Im Schwarz aber nicht mehr ganz hochglänzend. Mängel im D von Odol, links oben und rechts am Rand. Wundervolle und beeindruckende Badezimmer-Deko. Um 1930.

Zustand: 2

380,00
Shell Tankstellen-Kittel (60er Jahre) ungetragen und originalverpackt.

Shell Tankstellen-Kittel (60er Jahre) ungetragen und originalverpackt.

Automobilia

Dieses tolle Stück wurde von der Firma Lawtex in England gefertigt. Es ist die Größe 36 angegeben! Firmenlogo ist dick gestickt. So etwas überhaupt noch irgendwo zu finden ist ungewöhnlich. Auch deshalb, weil diese Kittel durch das regelmäßige Tragen auf den Tankstellen schnell sehr unansehnlich und dadurch flink entsorgt wurden.

Zustand: 0/0-

320,00
Shell Tankstellen-Kittel (60er Jahre) ungetragen und originalverpackt. (Version 2)

Shell Tankstellen-Kittel (60er Jahre) ungetragen und originalverpackt. (Version 2)

Automobilia

Dieses tolle Stück wurde von der Firma Beacon in England gefertigt. Es ist die Größe 40 angegeben! Firmenlogo ist dick gestickt. So etwas überhaupt noch irgendwo zu finden ist ungewöhnlich. Auch deshalb, weil diese Kittel durch das regelmäßige Tragen auf den Tankstellen schnell sehr unansehnlich und dadurch flink entsorgt wurden.

Zustand: 0/0-

320,00
Sport Toto Annahmestelle Emailschild (Um 1953)

Sport Toto Annahmestelle Emailschild (Um 1953)

Emailschilder (Originale)

Am 12. Dezember 1953 wurde in der Deutschen Demokratischen Republik der Sport Toto gestartet. Höchstwahrscheinlich wurden zu diesem Anlass die Annahmestellen mit solchen Schildern ausgestattet. Dies ist eine Vermutung unsererseits. Die vereinfachte Darstellung eines Stadions mit seinen Tribünen und Tartanbahnen wirkt auf uns wundervoll retro. Schild ist ungeputzt. Farben und Glanz sind super. Kleiner Abplatzer unter der Bleischeibe oben rechts. Abgekantet. Ca. 30 x 42 cm.

Zustand: 1/1-

185,00
Sträuli Seifen Winterthur - Emailschild (gewölbt)

Sträuli Seifen Winterthur - Emailschild (gewölbt)

Emailschilder (Originale)

Der Entwurf dieses schönen Schildes stammt vom Schweizer Grafiker Otto Baumberger. Hergestell in den 30er Jahren. 37 x 26 cm. Gut erhaltenes Exemplar mit tollem Glanz und super Farben. Dicke, erhabenen Emaillierung. Ein super Schild. Durch die beschädigte Ecke unten links, wird es zu einem echten Schnäppchen.

Zustand: 2

320,00
Valvoline Motoren-Oel (beidseitiges Emailschild für Werbeständer) - 30er Jahre

Valvoline Motoren-Oel (beidseitiges Emailschild für Werbeständer) - 30er Jahre

Emailschilder (Originale)

Hochglänzendes und überragend gut erhaltenes Emailschild der beliebten Marke Valvoline. Schild ist schwer und mit ca. 46 x 70 cm. stattlich groß. Beste Farben! Schild wurde damals auf einen Ständer geschraubt, um an den Tankstellen für Aufmerksamkeit zu sorgen. (Siehe bitte das erklärenden Detailfoto). Wir liefern einen neuzeitlichen (nicht ganz baugleichen) Nachbau eines solchen Ständers kostenlos mit. Dieser ist allerdings deutlich höher, als die damaligen Originale.

Zustand: 1++

1.250,00
Veedol Thermometer (emailliert) ca. 68 x 68 cm (50er Jahre)

Veedol Thermometer (emailliert) ca. 68 x 68 cm (50er Jahre)

Emailschilder (Originale)

Abgekantetes Thermometer in sehr schöner Erhaltung. So farbintensiv und glänzend sieht man dieses Exponat wirklich nur sehr selten. Außer minimalster Fehlerchen an zwei Stellen des Randes sind keine nennenswerten Beschädigungen zu entdecken. Voll funktionstüchtig!

Zustand 1/1+

625,00
XXL Jaguar Büste (2teilig) aus einer Art Glasfaserkunsstoff (ca. 1970)

XXL Jaguar Büste (2teilig) aus einer Art Glasfaserkunsstoff (ca. 1970)

diverse alte Reklame (Originale)

Imposante Figur, die uns bislang so noch nie begegnet ist. Der springende Jaguar wirkt extrem dynamisch und gleichzeitig auch einen Hauch bedrohlich. Sockel und Figur werden durch zwei Schrauben miteinander verbunden. Ca. 100 x 100 cm groß. Ein wahnsinnig dekoratives Teil.

Zustand: 1

1.600,00
„Essoclub - Standard“ Emailstreifen aus der Zeit um 1930 (gewölbt)

„Essoclub - Standard“ Emailstreifen aus der Zeit um 1930 (gewölbt)

Emailschilder (Originale)

Tolles Tankstellenschild in fantastischer Erhaltung. Solche Zustände machen Spaß und verbreiten große Freude. Außer der winzigen, dünnen weißen Stelle rechts am unteren Rand, gibt es nichts, was man bemängeln könnte. Ca. 10 x 68,5 cm.

Zustand: 1/1+

420,00

Kategorie - Angebote

Blech is beautiful! - „Bremen Variante“ Luxusausgabe

Blech is beautiful! - „Bremen Variante“ Luxusausgabe

Bücher

Das Buch der Schildermafia!
Über 950 farbigen Abbildungen von seltenen, alten Blechschildern. Oftmals Unikate. Fast ausnahmslos von der Plakatindustrie Berlin gefertigt. Dazu z.T unveröffentlichte Fotos des zerbombten Bremens um 1945.

Luxusausgabe „Bremen Variante“ mit eingelegten alten(!) Original der Plakatindustrie Berlin (Limitiert auf 25 Exemplare)

Leseprobe

AUSVERKAUFT!

129,00
Blech is beautiful! - „Bremen Variante“

Blech is beautiful! - „Bremen Variante“

Bücher

Das Buch der Schildermafia!
Über 950 farbigen Abbildungen von seltenen, alten Blechschildern. Oftmals Unikate. Fast ausnahmslos von der Plakatindustrie Berlin gefertigt. Dazu z.T unveröffentlichte Fotos des zerbombten Bremens um 1945.

Leseprobe

69,00
Blech is beautiful! - „Berlin Variante“ Luxusausgabe

Blech is beautiful! - „Berlin Variante“ Luxusausgabe

Bücher

Das Buch der Schildermafia!
Über 950 farbigen Abbildungen von seltenen, alten Blechschildern. Oftmals Unikate. Fast ausnahmslos von der Plakatindustrie Berlin gefertigt. Dazu z.T unveröffentlichte Fotos des zerbombten Berlins um 1945.

Luxusausgabe „Berlin Variante“ mit eingelegten alten(!) Original der Plakatindustrie Berlin (Limitiert auf 99 Exemplare)
 
129,00
Blech is beautiful! - „Berlin Variante“

Blech is beautiful! - „Berlin Variante“

Bücher

Das Buch der Schildermafia!
Über 950 farbigen Abbildungen von seltenen, alten Blechschildern. Oftmals Unikate. Fast ausnahmslos von der Plakatindustrie Berlin gefertigt. Dazu z.T unveröffentlichte Fotos des zerbombten Berlins um 1945.

Leseprobe

69,00

Schilderbuchgeschichten

Der alte Mann und das Schokoladenschild

Vor knapp sechs Jahren kam ich plötzlich auf die Idee mal wieder eine Suchannonce zum Thema Emailleschilder zu schalten. Ich muss dazu sagen, dass ich zu dieser Zeit gerade die ersten Schritte in der „Alten Reklame“ gemacht habe, noch nie auf einer Börse oder gar Auktion gewesen bin und nur eine Handvoll Leute kannte, die ich regelmäßig mit „blöden Fragen“ zum Thema alte Schilder löchern durfte. Dafür an dieser Stelle nochmals vielen Dank. Ich weiß dies auch heute noch zu schätzen.

Meine bisherigen Versuche mit Kleinanzeigen waren damals  eher erfolglos, aber so schnell wollte ich dennoch nicht aufgeben. Natürlich war mir bekannt, dass die goldenen Zeiten des Beutemachens längst vorbei waren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und einen weiteren Versuch wollte ich auf jeden Fall wagen. Schon kurze Zeit nach Schaltung der Annonce klingelte das Telefon und ein älterer Herr war am Apparat. Er erzählte mir, dass er alte Traktoren und Tretautos sammle aber auch einige Schilder besitze. Er lud mich ein bei ihm zeitnah vorbeizukommen.

Wir verabredeten uns für den Folgetag und ich erschien pünktlich an der angegebenen Adresse; einem recht noblen Vorort von Braunschweig. Bereits vor der Tür empfing mich der damals aktuellste Porsche zur Begrüßung. Ich wurde freundlich empfangen und umgehend in den Keller gebeten. Dort angelangt wurde mir ein Platz an einem Schreibtisch zugewiesen und ich musste eine ausgiebig Befragung über mich ergehen lassen. Der ältere Herr wollte abklopfen ob ich es überhaupt würdig bin mir seine Sammlung anzusehen.

Man kann sich das Szenario in etwa so vorstellen:
Wir befinden uns in einem 60er Jahre Keller-Büro. Alles grau in grau. Alles exakt aufgeräumt und an seinem Platze. Mittig ein großer Schreibtisch. An diesem sitzend der ältere Herr (um die 80 Jahre jung) und meine Wenigkeit ihm direkt gegenüber platziert. Wer jetzt denkt, dass ich nach einem entspannten 5-Minuten-Talk dann direkt die Sammlung besichtigen hätte können, der irrt gewaltig. Denn so weit war es noch lange nicht. Es lag nämlich noch ein langer steiniger Weg vor mir.

Zunächst wurde mir nämlich „nur“ ein dicker Aktenordner mit unzähligen qualitativ schlechten Farbbildern und Nummern überreicht, den ich (gefälligst) zunächst durchzusehen hatte. Wenn mich etwas interessieren würde, solle ich mich melden. Mir würde dann ein Preis genannt werden. „Oldschool“ dachte ich mir, aber irgendwie auch „lustig“ diese Vorgehensweise.

Vieles war nicht für mich interessant, da auch unzählige Repro-, Versicherungs- und Schriftschilder im Fotoordner zu entdecken waren. Hinzu kam, dass die Zustände der Schilder nicht gerade berauschend waren und auch aus diesem Grund diverse Teile mich nicht ansprachen. Doch es gab auch schöne Schilder im Fundus. Also fragte ich bei einigen Objekten dann doch nach dem Preis. Leider musste bei jedem schlucken, da alle genannten Kurse einfach ausnahmslos völlig überzogen waren.

Einige Beispiele: Ein Mercedes Kundendienst (60 er Jahre) mit einigen Schäden sollte mich lässige 2500 €. kosten. Ein etwas schöneres Allgaier Traktorenschild sogar stolze 4500 €. Reproschilder aus den 90er Jahren lagen bei durchschnittlich 450 € usw.

Bei jedem Schild was ich dem älteren Herren nannte, schaute er akribisch in seinen Ordner und begann direkt mit wilden Rechnereien. Er musste anscheinend zunächst den damaligen Einkaufspreis von Mark in Euro umrechnen. Dann eine Verzinsung hinzu addieren und zu dieser noch einen „Gewinnaufschlag“. Dies alles im Kopf. Es dauerte manchmal mehrere Minuten bis ich eine Preisantwort erhielt. Er rechnete und rechnete. Ein sehr lustiges, aber für mich nach einiger Zeit auch anstrengendes Schauspiel. Egal wie seine Formel zur Preisberechnung auch ganz genau gestaltet war, letztendlich erbrachte sie immer Kurse, die weit über den damaligen Marktpreisen lagen.

Als ich die Hoffnung fündig zu werden schon fast aufgegeben hatte, passiert plötzlich etwas Unvorhergesehenes. Ich fragte mal wieder nach einem genauen Preis für ein Schild. Doch statt (wie bislang üblich) mit einem Betrag in Höhe von mehreren tausend Euro, antwortete mir der „Mathematikprofessor“ gegenüber mit den Worten: „Ach einige hundert Euro das Schokoladenschild!“

Ich hatte mit einem Betrag von über 5000 € gerechnet und war verwundert und zum ersten Mal angenehm überrascht. Nach unzähligen Fragen und gefühlt hunderten Antworten schien es nun so, als wenn tatsächlich bei zumindest diesem einem Schild eine preisliche Einigung möglich sei. In mir machte sich Hoffnung breit und naiv wie ich war, sah ich mich wenige Minuten später mit einem tollen Stück für meine Sammlung schon wieder gemütlich bei mir zuhause auf dem Sofa sitzen.

Doch alles kam ganz anders. Die Schilder waren natürlich nicht im Haus, sondern an einem geheimen Ort. Würde ich diesen jetzt gleich noch besuchen dürfen? Sollte tatsächlich gerade ich der Auserwählte sein, der als geeignet befunden wird, hier Zutritt zu bekommen?
Nein! Für nur ein Exemplar, bestenfalls zwei Schilder, gab es für mich keine Spontan-Audienz.

Statt dieser gab es den Satz:
„Überlegen Sie es sich. Kaufen Sie doch alles! 65.000,-- Euro und fertig. Das ist doch wirklich kein Geld. Schlafen Sie drüber und rufen Sie mich wieder an.“

Das war es! Nach einem zunächst ewig langen Besuch stand ich irgendwie ratzfatz abserviert alleine vor der Tür. Ich stiefelte am Porsche vorbei zu meinem Auto und war irgendwie leicht fassungslos. Dennoch rief ich ihn am nächsten Morgen an und wir verabredeten uns tatsächlich relativ zackig zum Besichtigen der Schilder. „Kommen Sie allein und seien sie pünktlich!“ bekam ich zu hören. Dann legte er auf.

Am Tag des Treffens kam ich überpünktlich, allein und ohne die Polizei zuvor informiert zu haben, zum Treffpunkt. Das „Lösegeld“ für meine geplanten Schilderkäufe hatte ich nicht in einer Papiertüte (wie sonst üblich), sondern diesmal akkurat in meinem Portemonnaie dabei. Gut sortierte neue Scheine, damit es von Seiten des Verkäufers wenigstens diesbezüglich keine Beanstandungen geben könnte. Trotz meiner Überpünktlichkeit wartete der skurrile Herr schon mit laufendem Motor in seinem Sportwagen auf mich. Aus einer von mir erwarteten ausgiebigen Begrüßung wurde zu meiner Verwunderung (aber auch großen Freude) nichts. Mit einem flotten „los geht’s“ schickte er mich zurück in meinen alten T4 Transporter und knatterte selbst zügig die Straße runter.

Was mir vor wenigen Tagen noch alles viel zu lange dauerte, verlief für mich jetzt alles viel zu schnell. Trotz größter Mühen und etwas fahrerischem Talent hatte ich mit meinem T4 einfach nicht den Hauch eine Chance gegen den Formel1-Seniorenweltmeister. Ich frage mich bis heute, wie es mir überhaupt gelingen konnte den „Teufelskerl“ nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Aber egal. Flink standen wir gemeinsam an einer alten Halle. Die Tore wurden geöffnet, um gleich darauf hinter uns wieder umgehend verschlossen zu werden. Der Lösegeldübergabe stand nun eigentlich kaum noch etwas im Weg, wären da nicht diverse alte Traktoren gewesen, die in gleicher Halle lagerten und über die es natürlich viel zu erzählen gab.

Einige Zeit später durfte ich dann die Schilder begutachtet. Ganze zwei Exemplare waren es letztlich, über deren Erwerb ich ernsthaft nachdachte. Ich fragte nach einem knapp 10%igen Nachlass, wurde aber diesbezüglich recht schroff in meine Schranken verwiesen. Wie ich überhaupt darauf kommen könne, dass es einen Rabatt gebe, wurde ich gefragt. Ich solle doch (gefälligst) alle Schilder kaufen und ihm nun endlich die läppischen 65.000,-- auf den Tisch legen. Seine genaue Formulierung war natürlich anders, aber inhaltlich war dies sein voller Ernst.

Ohne einen weiteren Versuch des Handels zu starten bezahlte ich die beiden von mir ausgesuchten Schilder, setzte mich in meinen alten T4 und fuhr deutlich langsamer zurück, als ich gekommen war.

Mindestens drei mir bekannte Sammler hatten noch nach mir mit dem Traktoren liebenden Porsche-Opi Kontakt. Ich gehe einfach mal davon aus, dass auch sie diesen Herren niemals vergessen werden. Egal, ob sie sich mit ihm handelseinig geworden sind oder nicht. Er war (und ist hoffentlich noch heute) ein echtes Unikat. Seine Autobiografie kaufte ich ihm später als netten Gefallen auch noch ab.

Gekauft habe ich bei ihm damals einen querformatigen XXL-Hansi, der übrigens bis heute auf meinem Kaminsims steht (ja; ich habe tatsächlich einen recht großen Kamin) und der mir trotz eines Loches irgendwie ans Herz gewachsen ist. Vielleicht liegt dies auch an der Geschichte, die mit der Porsche-Senior zum Schild erzählt hat. Das Loch sei durch einen Granatensplitter entstanden! Dies habe ihm der Vorbesitzer, von dessen Geräteschuppen er es eigenhändig abgeschraubt habe, quasi „eidesstattlich“ versichert.

Wieso liebe ich solche Storys eigentlich so sehr ;-)
In diesem Sinne – „ Blech is beautiful “ – Emaille manchmal natürlich auch!

Blecherne Grüße
Jochen Rath